Überblick
Ergebnis der Bewertungsbereiche
Die Prüfung gliedert sich in drei Bewertungsbereiche mit insgesamt zehn Parametern.
Die folgenden Kapitel schlüsseln jeden Bereich einzeln auf.
Produktspezifische Eigenschaften
- Qualität & Verarbeitung86 %
- Design85 %
- Größe & Gewicht77 %
Nutzung & Sicherheit
- Funktionalität80 %
- Handhabung & Eignung85 %
- Sicherheit93 %
Meinung & Service
- Werbeversprechen73 %
- Verbrauchermeinung75 %
- Verpackung & Kennzeichnung87 %
- Preis-Leistung80 %
Nicht jeder Parameter wiegt gleich schwer. Die Gewichtung der Parameter ist Teil der PM-Norm und im Prüfverfahren dokumentiert.
Test-Fazit
Zusammenfassung der Prüfergebnisse
Das Fazit fasst Befund, Einschränkung und Eignung zusammen — die folgenden Kapitel belegen die Einordnung.
Das Fazit entsteht nach Abschluss aller zehn Prüfparameter.
Die CUKTECH 15 SE ist eine Powerbank ohne Nebenschauplätze. Kein kabelloses Laden, kein Farbdisplay, kein Zubehörpaket. Dafür 72 Wattstunden in einem Kunststoffgehäuse, drei Anschlüsse und eine Zahl, die den Ladestand auf ein Prozent genau angibt. Der stärkste Befund im Test ist der Wirkungsgrad. Von 72 Wattstunden bleiben 64 nutzbar, also 89 Prozent. Das ist der obere Rand dessen, was in dieser Klasse überhaupt gemessen wird. Wer einmal nachgerechnet hat, wie wenig von einer 20.000er tatsächlich im Telefon ankommt, weiß, wie selten dieser Wert ist.
Die zweite Stärke liegt im Verhalten unter Last. Der schnelle Anschluss liefert 65 Watt und gibt sie auch dann nicht ab, wenn nebenan ein Telefon hängt. Ein Notebook lädt darüber im laufenden Betrieb. Acht Ladestandards sind nachgewiesen, das schließt Geräte von Apple über Samsung bis Xiaomi ein. Nach 105 Minuten am 65-Watt-Netzteil ist das Gerät selbst wieder voll. Mit 40 Grad Oberflächentemperatur bleibt es dabei deutlich unter der Schwelle, ab der Zellen schneller altern. Auch das gehört zur Leistungsbeurteilung: Ein Gerät, das unter Last heiß wird, drosselt früher und verliert schneller an Kapazität.
Die Einschränkungen sind alltagsnah, nicht dramatisch. 504 Gramm sind spürbar, für die Hosentasche ist das Gerät zu tief gebaut. Auf glatten Tischplatten hält die geriffelte Rückseite nicht. Und wer nicht das beiliegende Kabel benutzt, muss beim Laden mehrfach neu einstecken, bevor der Vorgang anläuft. Der ärgerlichste Punkt betrifft nicht die Hardware, sondern die Beschriftung. Herstellerwebsite und Typenschild tragen unter derselben Bezeichnung zwei verschiedene Kapazitätswerte. Das deutsche Angebot wirbt mit 65 Watt, das Gehäuse mit 85. Beide Zahlenpaare beschreiben dasselbe Gerät aus verschiedenen Blickwinkeln. Erklärt wird das nirgends. Wer die Zahlen nicht einordnen kann, hält eine korrekte Angabe für einen Etikettenschwindel. Das trifft am Ende den Hersteller selbst.
Für 43,99 Euro ergibt das ein Gerät, das beim Preis im Mittelfeld steht und bei der Effizienz an der Spitze. Wer eine Reserve für Telefon, Tablet und gelegentlich das Notebook sucht und bereit ist, ein halbes Kilo im Rucksack zu tragen, bekommt hier viel Energie für wenig Geld. Wer maximale Anschlussleistung will, findet sie vier Euro günstiger woanders. Und wer vor allem leicht unterwegs sein möchte, ist mit der halben Kapazität besser bedient als mit einem halben Kilo in der Seitentasche. 83 von 100 Prozent, Note 1,8.
Was diese Parameter prüfen
Bewertet werden Materialgüte und handwerkliche Ausführung: ob die verwendeten Werkstoffe der angegebenen Belastung standhalten und ob Verbindungen und Oberflächen sauber ausgeführt sind.
Betrachtet werden Form und Farbgebung im Hinblick auf ihre Funktion: ob die Gestaltung die Bedienung unterstützt oder ihr im Weg steht.
Maße und Masse werden gemessen und gegen den angegebenen Verwendungszweck gehalten: ob das Produkt transportierbar, verstaubar und einsetzbar ist.
Bewertungsbereich 1
Produktspezifische Eigenschaften
Geprüft wird, woraus das Produkt besteht, wie es gefertigt ist und ob Maße und Gewicht zum angegebenen Einsatzzweck passen.
Bei Qualität und Verarbeitung entscheidet an einer Powerbank nicht die Oberfläche, sondern was das Gehäuse im Dauerbetrieb aushält. Der Magnettest am Prüfmuster fällt negativ aus: das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff. Der Hersteller nennt es V0-feuerfest. Diese Angabe lässt sich ohne Brandprüfung nicht bestätigen und bleibt deshalb eine Herstellerangabe. Die Verarbeitung selbst gibt keinen Anlass zur Kritik. Kanten sitzen sauber, nichts klappert, die Riffelung der Rückseite ist gleichmäßig eingeprägt. Acht Zellen vom Typ 4INR19/66-2 arbeiten zu je zwei parallel in vier Reihen. Unter Volllast bleibt die Oberfläche bei 40 °C und damit fünf Grad unter der Schwelle, ab der Lithium-Ionen-Zellen schneller altern. Das Typenschild ist eingeprägt statt aufgeklebt. Wattstundenangabe und Seriennummer bleiben also auch nach Jahren lesbar. Gewogen wurden 504 Gramm gegenüber 489,4 Gramm in der Herstellerangabe, eine Abweichung von 2,9 Prozent.
Das Design folgt der Säulenform, die sich in dieser Leistungsklasse durchgesetzt hat: 152 Millimeter hoch, 52 breit, 44 tief. Die silbergraue Fläche heißt beim Hersteller Elegant Grau und setzt sich von der schwarz geriffelten Rückseite ab. Alle Kanten sind gerundet, kein Bauteil steht vor. In der Tasche zerkratzt das Gerät deshalb nichts. Die zweistellige Prozentanzeige ist der stärkste gestalterische Griff. Vier Leuchtdioden sagen, dass noch etwas da ist. Eine Zahl sagt, wie viel. Der Unterschied fällt im Gebrauch täglich auf. Was bleibt, ist eine Frage der Anmutung. Die Oberfläche ahmt Metall nach, ist aber keins. Wer das Gerät in die Hand nimmt, merkt das sofort am Klang und an der Wärmeleitung. Gegenüber Wettbewerbern mit Aluminiumgehäuse wirkt es dadurch eine Stufe einfacher, ohne billig zu wirken.
In Größe und Gewicht liegt der offensichtlichste Kompromiss dieses Geräts. 504 Gramm bei 72 Wattstunden liegen innerhalb der Klassenspanne von 455 bis 600 Gramm, aber näher am oberen Rand. Auf die Kapazität umgerechnet ergeben sich 25,2 Gramm je 1.000 Milliamperestunden. Der Richtwert für einen guten Wert liegt bei 25. Das Prüfmuster reißt ihn knapp. Die Säulenform hat dabei einen Vorteil, der in dieser Zahl nicht auftaucht: Die Grundfläche beträgt 52 mal 44 Millimeter. Ein flaches Konkurrenzmodell derselben Kapazität belegt 148 mal 74 Millimeter und braucht damit deutlich mehr Fläche im Gepäck. Das Bauvolumen liegt bei 0,35 Litern. Für die Hosentasche scheidet das Gerät bei 44,4 Millimetern Tiefe aus. Für Rucksack, Umhängetasche und Handgepäck bleibt es unauffällig. Die Masse verteilt sich dabei gleichmäßig über die Länge, das Gerät kippt im Seitenfach nicht weg.
Was diese Parameter prüfen
Geprüft wird, ob die zugesagten Funktionen vorhanden sind und unter realen Bedingungen zuverlässig arbeiten — gemessen an der Spezifikation, nicht an der Werbung.
Bewertet wird die Bedienung im praktischen Einsatz: Kraftaufwand, Verständlichkeit der Bedienelemente und die Eignung für die beworbene Umgebung.
Betrachtet werden Schutzmechanismen, Warnhinweise und das Verhalten an den Belastungsgrenzen.
Bewertungsbereich 2
Nutzung & Sicherheit
Geprüft wird, ob das Produkt im Gebrauch leistet, was es verspricht, und ob es dabei niemanden gefährdet.
Die Funktionalität ist der Bereich, in dem das Gerät seine Klasse verlässt, nach oben wie nach unten. Der Anschluss USB-C1 liefert 65 Watt und behält sie auch bei Mehrfachbelegung. Das ist keine Selbstverständlichkeit, viele Geräte drosseln in diesem Fall auf 5 Volt. Über alle drei Anschlüsse zusammen stehen 85 Watt bereit. Acht Ladeprotokolle sind belegt, darunter PPS und Xiaomis HyperCharge mit 67 Watt. Von 72 Wattstunden Zellenergie bleiben 64 nutzbar, also 89 Prozent. Die Klassenspanne reicht von 69 bis 89 Prozent, das Prüfmuster steht am oberen Ende. Zwei Punkte kosten trotzdem Wertung. Die abgabeseitige Nennkapazität beträgt 11.000 Milliamperestunden bei 5 Volt und liegt unter der Klassenspanne von 12.000 bis 13.500. Und sobald OUT1 belegt ist, teilen sich OUT2 und OUT3 die verbleibenden 20 Watt.
Bei Handhabung und Eignung bleibt die Bedienung bewusst schmal: eine Taste, ein Display, kein Menü. Ein Druck weckt die Anzeige, ein Doppelklick schaltet in den Niedrigstrommodus. Der ist für Kopfhörer und Uhren gedacht, die an einem gewöhnlichen Power-Delivery-Anschluss zu wenig Strom ziehen, um überhaupt erkannt zu werden. Die Anzeige zählt in Einerschritten. Der Type-C-Anschluss arbeitet in beide Richtungen, dieselbe Buchse lädt das Gerät und gibt Strom ab. Das beiliegende Kabel misst 100 Zentimeter und ist für 240 Watt bei 6 Ampere ausgelegt. Oberhalb von 3 Ampere schreibt der Hersteller es ausdrücklich vor. Genau hier sitzt die Einschränkung. Mit fremden USB-C-Kabeln startet der Ladevorgang erst nach mehrfachem Ein- und Ausstecken. An einem 18-Watt-Netzteil dauert eine volle Ladung rund fünf Stunden statt knapp zwei.
Auf der Seite der Sicherheit ist das Gerät vollständig ausgestattet. Der Hersteller nennt Schutzschaltungen gegen Überladung, Tiefentladung, Übertemperatur und Kurzschluss. Unter Volllast erwärmt sich die Oberfläche auf 40 Grad Celsius. Die Grenze, ab der Lithium-Ionen-Zellen messbar schneller altern, liegt bei 45 Grad. Mit 72 Wattstunden bleibt das Gerät klar unter der Schwelle von 100 Wattstunden, bis zu der Powerbanks ohne Genehmigung ins Handgepäck dürfen. Entscheidend ist dabei nicht der Wert allein, sondern dass er am Gehäuse steht. An der Kontrolle zählt der ablesbare Aufdruck, nicht das Datenblatt im Karton. Der Warnhinweis zu Brand- und Verbrennungsgefahr steht zweisprachig auf dem Typenschild. Ein Punkt bleibt offen. Die geriffelte Rückseite soll das Verrutschen verhindern, hält auf glatten Tischplatten aber nicht. Mit angestecktem Kabel wandert das Gerät über die Fläche.
Was diese Parameter prüfen
Jede beworbene Eigenschaft wird gegen den Befund gehalten: Was sich nachweisen lässt, zählt als eingelöst — was nicht, als offen.
Ausgewertet werden vorliegende Nutzerbewertungen nach wiederkehrenden Mustern. Einzelmeinungen fließen nicht ein.
Geprüft werden Transportschutz, Vollständigkeit des Lieferumfangs sowie die vorgeschriebenen Kennzeichnungen.
Der Marktpreis wird dem gemessenen Leistungsumfang gegenübergestellt — bezogen auf die Produktkategorie.
Bewertungsbereich 3
Meinung & Service
Geprüft wird, ob das Produkt hält, was seine Vermarktung ankündigt — und wie es sich im Urteil derer schlägt, die es bereits nutzen.
Bei den Werbeversprechen trifft der Hersteller in der Sache, verunglückt aber bei der Deklaration. Die Selbstaufladung ist mit einer Stunde und 40 Minuten beworben, gemessen wurden 105 Minuten. Drei Geräte gleichzeitig laden: bestätigt. Fünf Schnellladeprotokolle beworben, acht am Gerät nachgewiesen. Die Zellenergie von 72 Wattstunden steht auf dem Typenschild. Zwei Angaben widersprechen sich dagegen selbst. Das Feld Rated Capacity trägt auf der Herstellerwebsite 20.000 Milliamperestunden, auf dem Typenschild des Prüfmusters 11.000. Beide Zahlen stimmen, sie beziehen sich auf verschiedene Spannungen. Nur steht das nirgends dabei. Dasselbe Muster zeigt sich beim Ausgang: Das deutsche Angebot wirbt mit 65 Watt, Gehäuse und Handbuch nennen 85 Watt Gesamtleistung. Auch hier meinen beide Zahlen dasselbe Gerät, einmal je Anschluss, einmal in Summe. Für die Bewertung zählt nicht, ob eine Angabe falsch ist, sondern ob sie ohne Zusatzwissen richtig verstanden werden kann. An diesen zwei Stellen ist das nicht der Fall.
Zur Verbrauchermeinung liegen 1.234 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,5 vor. Ausgewertet wurden 100 davon, deren Schnitt beträgt 4,55. Die Stichprobe bildet den Bestand damit ab. Inhaltlich zeichnen die Texte ein schärferes Bild als die Sterne. 18 Nennungen loben die Verarbeitung, 13 die prozentgenaue Anzeige. Sieben Käufer bestätigen das Schnellladen von Xiaomi-Geräten mit 64 bis 67 Watt, fünf laden ihr Notebook im laufenden Betrieb. Dem stehen zwei Muster gegenüber, die Wertung kosten. Fünf Rezensionen melden ein Gerät, das sich gar nicht laden lässt oder nach Monaten ausfällt. Sieben halten die entnehmbare Kapazität für zu gering, wobei die dort genannten Messwerte weit auseinandergehen. Der Sterneschnitt allein hätte diese Diskrepanz verdeckt. Er setzt hier keine Punkte, die Nennungen tun es. Der Anteil der Ausfallmeldungen liegt bei fünf von hundert und damit in einer Größenordnung, die sich weder wegdiskutieren noch als Serienfehler lesen lässt.
Verpackung und Kennzeichnung erfüllen, was die Marktüberwachung verlangt. Auf dem Typenschild stehen CE, FCC, die Prüfnummer SGS 802725 und die durchgestrichene Mülltonne. Die CE-Kennzeichnung ist gesetzliche Pflicht und damit kein Vorzug. Sie fehlt nur bei Geräten, von denen ohnehin abzuraten wäre. Bemerkenswert ist die Wattstundenangabe: 72Wh/73,44Wh steht aufgedruckt am Gehäuse, nicht bloß im Handbuch. Am Sicherheitscheck vor dem Flug ist genau das der Unterschied zwischen Mitnahme und Abgabe. Seriennummer und Herstelleranschrift sind ebenfalls lesbar. Das Handbuch deckt zwölf Sprachen ab, der deutsche Abschnitt ist vollständig und nennt alle Grundparameter. Zurück bleibt der Karton selbst. Er enthält die Powerbank, ein Kabel und zwei Papiere. Ein Schutzbeutel fehlt, obwohl Geräte ähnlicher Preislage einen beilegen. Bei einem Gerät, das seine Anschlüsse offen im Rucksack trägt, wäre er mehr als eine Beigabe. Die Verpackung selbst schützt den Transportweg ausreichend.
Das Verhältnis von Preis und Leistung bemisst sich an Geräten derselben Kapazitätsklasse, nicht an der nächsthöheren. 43,99 Euro liegen im Mittelfeld einer Spanne von 27,20 bis 83,00 Euro. Auf die Energie umgerechnet sind das 0,61 Euro je Wattstunde. Was das Gerät dafür liefert, ist überdurchschnittlich: 65 Watt an einem Anschluss und der beste gemessene Wirkungsgrad der Klasse. Ein Gerät mit 20.000 Milliamperestunden für 35 Euro gibt 22,5 Watt ab und lädt damit kein Notebook. Der Abstand nach unten hat also einen Gegenwert. Nach oben sieht es anders aus. Der nächste laptoptaugliche Vergleich kostet 39,95 Euro, liefert 100 Watt an einem Anschluss und liegt bei 0,55 Euro je Wattstunde. Der Aufschlag des Prüfmusters beträgt dort 4,04 Euro bei geringerer Anschlussleistung. Wer die volle Leistung eines einzelnen Anschlusses braucht, zahlt für weniger davon etwas mehr. Wer auf Effizienz und Ladestandards sieht, bekommt den Aufschlag zurück.
Gesamtergebnis
Abschluss der Prüfung
Das Produkt wurde im Handel erworben und aus eigener Veranlassung geprüft, ohne Beteiligung des Herstellers. Das ausgewiesene Testergebnis ist redaktionell, eine Lizenz zur Siegelnutzung besteht nicht.
Umfang, Bewertungsbereiche und Gewichtung sind im Prüfverfahren dokumentiert. Die Gültigkeit einer Lizenz lässt sich über die Lizenzsuche prüfen.
Prüfgegenstand
Hersteller
NanJing CukTech Electronics Technology Co., Ltd
Produkt






